Sonntag, 30. Oktober 2016

Menschen und so

Ich stopfe mich grad irgendwie jeden Tag so richtig voll. Zwar mit Kalorienarmen Sachen aber das geht doch nicht so weiter. Es ist unfassbar welch ein Fassungsvermögen mein Magen hat nach 4 Jahren Essstörung. Ich bin träge und nicht in der Lage Sport zu machen. Letztens hatte ich 56,7 Kg aber durch diese Futterei bin ich wieder 1 Kilo schwerer... Essen aus Anspannung, Stress, Einsamkeitsgefühlen. Das komische ist je mehr Leute ich kennenlerne desto einsamer fühle ich mich.  Plötzlich lädt mich Chris zu sich ein. Ernsthaft. Vor einigen Tagen hätte ich mir das noch so gewünscht. Und plötzlich will sich Tim mit mir treffen. Und zwar nicht in 2 Wochen wie geplant sondern Übermorgen. Klar ich sag zu. Aber bereit bin ich nicht. Nicht psychisch und nicht körperlich. Jetzt kann ich's auch nicht mehr ändern.
Ich vergesse zwischendurch dass mir das alles gleichgültig ist und bekomme Selbstzweifel. Dabei ist es mir doch tatsächlich egal. Wer sich von Anfang an einer Angelegenheit mit reinem Verstand gegenüberstellt, der hat auch nichts zu verlieren. Und so kann das ganze Spaß machen. Menschlicher Umgang um daraus zu profitieren. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn ich es von dieser Seite betrachte, dann ist alles kinderleicht.


Dienstag, 25. Oktober 2016

Mitte?

Der Sinn ist irgendwie weg. Vielleicht hab ich meine Mitte verloren seit ich in München bin. Es fühlt sich an als ob das ganze Geschehen an mir vorbeirauschen würde, ein Wirbel aus Farben und Geräuschen, und ich stehe mittendrin, stehe still und habe daran nicht wirklich teil. Alles lässt mich so kalt, nichts ist mehr genug. Was mache ich hier? Es wirkt alles irgendwie absurd. Ich kann mit niemand sprechen darüber. Heute zwar hab ich es versucht und das einzige was ich davon hatte war ein Gefühl von Scham, sogar Ekel...Ekel vor dem der mir zuhört, Ekel vor mir selbst...
Es ist wohl erbärmlich wenn man plötzlich meint es mit sich selbst nicht mehr auszuhalten...nicht weil man hässlich ist oder dumm, einfach weil ich ich bin.

Das ist glaube ich das dümmste was ich je geschrieben habe.
Aber im Moment scheint alles besser als Morgen.

Meine Familie ist unzufrieden mit mir. Wieso ich nicht endlich in die Gänge komme. Wieso ich nicht dankbar bin für die vielen Möglichkeiten die ich habe. Wieso ich nur koste. Was denn los mit mir ist.
Ich rauche plötzlich extrem viel. Trinke nur noch Energy Drinks. Ich fühl mich eben leer und hab keine Lust vernünftig zu sein.


Dienstag, 18. Oktober 2016

Und so weiter und so fort

Es fing schon vor ein paar Tagen an. Ich wache morgens wieder schweißgebadet auf.  Ich fing an richtig kranke Scheisse zu träumen. Abgetrennte Gliedmaßen, zerschmetterte Körper, auch von Leuten die ich kenne und alles in großem Detail. Dann hab ich geträumt ich müsste die 12. Klasse wiederholen, würde aber aus irgendwelchen Gründen ziemlich viele Stunden am Anfang verpassen, wichtige Stunden. Und genau das ist quasi passiert.

Heute im Traum hab ich mich ausgiebig mit Weltuntergang auseinandersetzten müssen. Es fing an mit einem Tsunami, als wir in der Nähe des Strands waren und plötzlich Monsterhafte Wellen am Horizont auftauchten. Wir konnten dem ganzen entrinnen, aber es wurde schlimmer und schlimmer. Es war ein sehr langsamer Prozess. Irgendwann fingen die Physikalischen Gesetzte an sich zu drehen. Kleine Objekte fielen nicht mehr zu Boden aber in die Luft, 'fielen' in den Himmel. Man war bald nicht mehr sicher draußen, weil die Atmosphäre mit Elektrizität aufgeladen war und man sozusagen Gefahr lief Stromschläge zu bekommen. Die Menschheit versuchte natürlich auch hier sich noch anzupassen, baute Art Maschinen die uns alarmierten wenn sich die Elektrizität aufzubauen begann ,und Bunker die die Elektrizität neutralisierten und in denen man sicher war. Aber irgendwann ging es dem Ende zu und zwar wollte niemand es aussprechen aber man wusste, das Ende kam unweigerlich. Ich überlegte die Zeit die mir blieb noch mit Bekannten zu verbringen, aber dann dachte ich: wozu denn eigentlich? Ich wollte nicht um meine Familie sein, es war zu schlimm anzusehen wie die vertrauten, selbstsicheren, weisen Menschen an ihre Grenzen kamen und an der Situation verzweifelten. Die Gesetze drehten sich, die Menschen die vorher nicht mit dem Leben klar kamen konnten dieses Ende besser akzeptieren, doch die die sich ein tolles Leben aufgebaut hatten, immer strebsam waren, die zerschellten daran, begingen Selbstmord. Ich wollte mit jungen Leuten sein, die ich sehr mochte aber ich dachte wieso? Verbringt man nicht Zeit miteinander um sich besser kennenzulernen, um in der Zukunft vielleicht wichtig für einander zu sein? Wozu denn das alles wenn es kein morgen mehr gab. Dieses hilflose Gefühl dass egal was man machen würde, es würde nichts ändern.

Gestern war der erste Tag Uni. Anstatt aufgeregt zu sein oder mich zu freuen, war ich eher gelangweilt, und hatte Schwierigkeiten meine Augen offen zu halten. Ein paar Leute kennen gelernt aber die gingen mir irgendwie sowas am Arsch vorbei. Riesen Hunger die ganze Zeit. Und schlafen wollen. Ich dachte auch, am ersten Tag schon 2h von Physik, Anatomie und Botanik?? Ich bin nach Physik nach Hause und hatte eine riesen FA. Dann 2h Joggen. Heute um 6 Uhr aufgestanden, um 7 wollte ich losgehen, und bin es nicht. Jetzt ist es 13 Uhr und ich sitze immer noch hier.
Wieso studierst du eigentlich wenn du nicht mal die ersten 2 Tage schaffst überhaupt hinzugehen? Macht das alles noch Sinn...
Alles fühlt sich falsch an, als ob ich im falschen Film wäre. Es fühlt sich falsch an, ich hab doch schon 1 Jahr studiert, wieso muss ich das alles nochmal machen....Ich habe versagt ,ich habe im 2. Semester 3 Prüfungen nicht bestanden, bin gewechselt und jetzt kann ich mir nichts anrechnen lassen. Ich komme nicht voran.
Es fühlt sich an als ob ich neben mir stehe. Realitätsverlust. Alles ist aus den Fugen geraten. Meine Medikamente habe ich die letzten Tage nicht mehr genommen. Ich wollte es einfach nicht mehr, dauernd fühle ich mich damit benommen, sediert, meine Gedanken kreisen viel langsamer, manchmal denke ich gar nichts und manchmal kann ich nicht Denken wenn ich eigentlich will. Könnte ich damit überhaupt neuen Stoff lernen...mein Studium schaffen? Aber ohne geht es ja auch nicht, wie man sieht.

Meine Problemchen. Hört sich alles so unglaublich armselig an. Ich bin armselig, aber das letzte was ich will ist dass das andere von mir denken könnten. Deswegen könnte ich nie mit jemand reales darüber reden.
Obwohl, vielleicht noch mit Thom. Ich hab ihn im Hostel kennengelernt, er ist Australier, wir haben den selben Musikgeschmack, er gab mir bisschen Gitarrenunterricht und nachdem wir etwas High geworden waren hab ich mich ihm irgendwie etwas geöffnet, die Barriere war weg die mich sonst natürlich daran gehindert hätte. Er ist wirklich toll, ein echter Gronkh Archetypus ,die Art, das Aussehen, zwar erst 24 sieht aber viel älter aus. Die letzten Tage haben wir stunden telefoniert und gechattet. Aber ich glaube er brauchte einfach nur jemand zum reden weil er seine Freundin vermisste. Jetzt sind sie wieder zusammen und er kommt nicht mehr online. Verständlich...






Dienstag, 11. Oktober 2016

Ich und meine dummen Gefühle

Jetzt bin ich erst mal in einem 12 Bett Schlafsaal in München gestrandet. Zumindest habe ich schonmal 2 Besichtigungstermine und bin stark motiviert, ich lerne gerade ein Einzelzimmer wirklich zu schätzen...Naja, hier im Zimmer sind einige ältere Muslime, die dann auch mehrmals am Tag auf ihrem Teppich beten. Also ich will nicht diskriminierend sein aber das ist schon weird!

Der letzte Tag in Ungarn war wirklich toll. Der liebe W. hat sich am Abend vorm Umzug aus dem Staub gemacht, und das war mir auch sehr recht. 3 Jungs vom Paintball sind gekommen und Julian ,mein anderer Mitbewohner, hat auch geholfen das ganze Zeug 5 Stockwerke nach unten zu tragen und es im Auto zu verstauen. Wir hatten sogar Spass dabei, besonders als wir beim Fahrradträger mit Gepäckschnur improvisieren mussten, weil wir keinen Schlüssel fürs Schloss hatten. Danach haben wir Essen für alle bestellt und die Mädels sind auch vorbeigekommen...

Und ich vermisse einfach nur Lucas. Ich mag ihn echt gerne, auf freundschaftlicher Ebene. Ich hab so gern mit ihm geredet, und Zeit mit ihm verbracht, auch wenn wir zum Beispiel nur still nebeneinander saßen, bekifft und zufrieden. Ich vermisse einfach nur seinen Humor und hasse mich gleichzeitig weil ich weiss ich bin ihm ziemlich gleichgültig und komme wohl zu aufdringlich rüber und nerve ihn in Wirklichkeit. Ich meine ich vermisse die ganze Truppe, jeder von ihnen ist auf seine/ihre Art toll, aber bei Lucas tut es mir echt richtig leid!

Ich bin ein Idiot. Ich beziehe dann wieder alles irgendwie auf mein Gewicht. Aber wisst ihr was? Egal ob es daran liegt oder nicht, es ist besser als gar keinen Grund zu haben.
Ich weiss nicht mehr echt was mein Problem ist. Ich meine unterm Strich nehme ich grad gar nicht ab...bin unzufrieden, und rede dauernd vom Verändern.

I am so far behind. With everything.

Montag, 3. Oktober 2016

And when I'll wake up you'll be here...and it will be the way it was

Ich verstehe es schon. Zwar froh dass ich zumindest die Wahrheit kenne, das ist besser als jede schöne Illusion. Will mich ja noch weiter ändern, sodass ich besser hineinpasse, aber unter dem Strich bleibt gerade alles beim Alten. Ich bin so schlecht darin Menschen einzuschätzen. Gut dass ich bereits gelernt habe meine Erwartungen niedrig zu halten, sonst wäre ich wohl oft sehr enttäuscht. Bin zwar so oder so enttäuscht aber wenigstens kann ich mir einreden dass das Vorhersehbar war, und völlig normal. Ich spiele auch mit. Es ist ab und zu sogar ganz amüsant. Bloss erstaunt es mich wie schnell aus spielerischem Gerangel plötzlich grober Ernst werden kann, oder wie schnell man jemandem aus Versehen ein falsche Gefühl vermitteln kann. So ganz ohne direkte Worte, nur durch die ganze Summe von kleinen Gebärden und Augenblicken.
Manchmal die letzten Tage kam tatsächlich ab und zu ein Gefühl hoch, man könnte sagen ich genoss life seit langem. Ich war so lange in Isolation, war ständig attackiert durch meine Psyche.
Lange habe ich versucht die Leere anders auszufüllen, FAs nach FAs...
Die Medikamente retten mich glaube ich. Früher habe ich insgeheim immer gehofft jemand kommt und findet mich, dachten wir das nicht alle irgendwann? Wahrscheinlich fehlt mir am Ende einfach das nötige Aussehen und das Selbstbewusstsein sowieso.
Am Ende wache ich auf und es ist doch wieder alles so wie es war. Eine neue verschwommene Erinnerung ist dazugekommen, aber der neue Tag legt sich drückend darüber und ich merke, es hätte genauso gut ein Traum sein können.



Dann würde ich am liebsten wieder Rot sehen. Mich zurück in meine eigene Welt verkriechen und so tun, als müsste ich nie mehr hervorkommen. I turn to Fall Of Efrafa and tell myself everything will be ok.