Dienstag, 18. Oktober 2016

Und so weiter und so fort

Es fing schon vor ein paar Tagen an. Ich wache morgens wieder schweißgebadet auf.  Ich fing an richtig kranke Scheisse zu träumen. Abgetrennte Gliedmaßen, zerschmetterte Körper, auch von Leuten die ich kenne und alles in großem Detail. Dann hab ich geträumt ich müsste die 12. Klasse wiederholen, würde aber aus irgendwelchen Gründen ziemlich viele Stunden am Anfang verpassen, wichtige Stunden. Und genau das ist quasi passiert.

Heute im Traum hab ich mich ausgiebig mit Weltuntergang auseinandersetzten müssen. Es fing an mit einem Tsunami, als wir in der Nähe des Strands waren und plötzlich Monsterhafte Wellen am Horizont auftauchten. Wir konnten dem ganzen entrinnen, aber es wurde schlimmer und schlimmer. Es war ein sehr langsamer Prozess. Irgendwann fingen die Physikalischen Gesetzte an sich zu drehen. Kleine Objekte fielen nicht mehr zu Boden aber in die Luft, 'fielen' in den Himmel. Man war bald nicht mehr sicher draußen, weil die Atmosphäre mit Elektrizität aufgeladen war und man sozusagen Gefahr lief Stromschläge zu bekommen. Die Menschheit versuchte natürlich auch hier sich noch anzupassen, baute Art Maschinen die uns alarmierten wenn sich die Elektrizität aufzubauen begann ,und Bunker die die Elektrizität neutralisierten und in denen man sicher war. Aber irgendwann ging es dem Ende zu und zwar wollte niemand es aussprechen aber man wusste, das Ende kam unweigerlich. Ich überlegte die Zeit die mir blieb noch mit Bekannten zu verbringen, aber dann dachte ich: wozu denn eigentlich? Ich wollte nicht um meine Familie sein, es war zu schlimm anzusehen wie die vertrauten, selbstsicheren, weisen Menschen an ihre Grenzen kamen und an der Situation verzweifelten. Die Gesetze drehten sich, die Menschen die vorher nicht mit dem Leben klar kamen konnten dieses Ende besser akzeptieren, doch die die sich ein tolles Leben aufgebaut hatten, immer strebsam waren, die zerschellten daran, begingen Selbstmord. Ich wollte mit jungen Leuten sein, die ich sehr mochte aber ich dachte wieso? Verbringt man nicht Zeit miteinander um sich besser kennenzulernen, um in der Zukunft vielleicht wichtig für einander zu sein? Wozu denn das alles wenn es kein morgen mehr gab. Dieses hilflose Gefühl dass egal was man machen würde, es würde nichts ändern.

Gestern war der erste Tag Uni. Anstatt aufgeregt zu sein oder mich zu freuen, war ich eher gelangweilt, und hatte Schwierigkeiten meine Augen offen zu halten. Ein paar Leute kennen gelernt aber die gingen mir irgendwie sowas am Arsch vorbei. Riesen Hunger die ganze Zeit. Und schlafen wollen. Ich dachte auch, am ersten Tag schon 2h von Physik, Anatomie und Botanik?? Ich bin nach Physik nach Hause und hatte eine riesen FA. Dann 2h Joggen. Heute um 6 Uhr aufgestanden, um 7 wollte ich losgehen, und bin es nicht. Jetzt ist es 13 Uhr und ich sitze immer noch hier.
Wieso studierst du eigentlich wenn du nicht mal die ersten 2 Tage schaffst überhaupt hinzugehen? Macht das alles noch Sinn...
Alles fühlt sich falsch an, als ob ich im falschen Film wäre. Es fühlt sich falsch an, ich hab doch schon 1 Jahr studiert, wieso muss ich das alles nochmal machen....Ich habe versagt ,ich habe im 2. Semester 3 Prüfungen nicht bestanden, bin gewechselt und jetzt kann ich mir nichts anrechnen lassen. Ich komme nicht voran.
Es fühlt sich an als ob ich neben mir stehe. Realitätsverlust. Alles ist aus den Fugen geraten. Meine Medikamente habe ich die letzten Tage nicht mehr genommen. Ich wollte es einfach nicht mehr, dauernd fühle ich mich damit benommen, sediert, meine Gedanken kreisen viel langsamer, manchmal denke ich gar nichts und manchmal kann ich nicht Denken wenn ich eigentlich will. Könnte ich damit überhaupt neuen Stoff lernen...mein Studium schaffen? Aber ohne geht es ja auch nicht, wie man sieht.

Meine Problemchen. Hört sich alles so unglaublich armselig an. Ich bin armselig, aber das letzte was ich will ist dass das andere von mir denken könnten. Deswegen könnte ich nie mit jemand reales darüber reden.
Obwohl, vielleicht noch mit Thom. Ich hab ihn im Hostel kennengelernt, er ist Australier, wir haben den selben Musikgeschmack, er gab mir bisschen Gitarrenunterricht und nachdem wir etwas High geworden waren hab ich mich ihm irgendwie etwas geöffnet, die Barriere war weg die mich sonst natürlich daran gehindert hätte. Er ist wirklich toll, ein echter Gronkh Archetypus ,die Art, das Aussehen, zwar erst 24 sieht aber viel älter aus. Die letzten Tage haben wir stunden telefoniert und gechattet. Aber ich glaube er brauchte einfach nur jemand zum reden weil er seine Freundin vermisste. Jetzt sind sie wieder zusammen und er kommt nicht mehr online. Verständlich...






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