Sonntag, 8. Januar 2017

David, wach auf...

Ich verstehe es immer weniger. Es gibt da einen Typen, der scheint sogar noch abgedrehter zu sein wie ich. Naja, die männliche Version halt...Dass er perfekt aussieht muss ich jetzt nicht noch extra erwähnen. Eine Flasche Wein, nachts und ein verschneiter Spielplatz, ein Päckchen Marlboro Vibes Beyond aus Budapest, ne Menge abgedrehte Geschichten...und sein ausgewachsener Haar Tick.
Irgendwie  landen wir um 3 Uhr morgens doch wieder bei mir zuhause und wie immer sage ich komm, schlafen wir einfach nebeneinander das macht mir nichts aus.
Verhaltensweisen in Momenten wie diesen.
Nach Stundenlangem reden versucht er doch mich zu küssen aber ich blocke ab. Leer und gleichgültig ist alles. Weil ich betrunken bin sag ich natürlich schamlos alles was mir durch den Kopf geht. Später verfluche ich mich dafür. Aber trotz allem kommt es am selben Tag noch zu einem zweiten Treffen. Nein, egal ist er mir nicht. Um Panik vor Nähe zu vermeiden denke ich nur ans Hier und Jetzt.


Ich weiß nicht was ich hier eigentlich mache. Ich bin konstant energielos, meine Gesundheit und besonders mein Blutzucker leiden stark an Gleichgültigkeit und Kontrollverlusten. Wenn man Diabetes hat kann man sich tatsächlich relativ schnell mit einer soliden Essstörung zu Grunde richten. Der Blick ist verschwommen, es ist schwer auf naheliegende Objekte zu fokussieren und kleine Wunden verhornen und bilden tief gehende Blasen mit gelber Flüssigkeit. Es wird Zeit aufzuwachen.




Und alles wäre irgendwie noch relativ überschaubar, wenn ich nicht immer noch dieses Plumpe Bild eines Menschen darstellen würde, der Essen immer noch als akutes Antidepressivum missbraucht und damit jegliche Existenzberechtigung vor sich selbst verliert. Ob ich das jemals in den Griff kriegen werde... ich brauch nicht viel zum zufrieden sein. Aber je mehr ich meine anderen Prioritäten aufgebe weil ich den Weg freischaffen will, desto mehr entferne ich mich von meinem Ziel.
Es wäre alles so einfach wenn nicht immer in den Momenten wo alles anfängt gut zu laufen, ich diese unglaubliche Gleichgültigkeit und Leere fühlen würde die mich am Ende immer dazu bringt alles hinzuschmeissen und 3 Schritte zu weit zu gehen. Tue ich das aus Selbtshass? Oder um überhaupt wieder etwas zu fühlen, auch wenn es nur negative Gefühle sind? Ich schaffe es noch nichtmal meine völlig beknackte Psyche mehr als 4 Tage von jemanden den ich kennenlerne zu verbergen...
Und ich kann es ja doch nicmanden erzählen...

"Du hast Angst davor dass ich nen Crush bekommen könnte ;) "
Hahaha...wenn es so einfach wäre.


Das Studium habe ich abgebrochen.

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