Montag, 10. April 2017

"Officially Over"


Da konnte man es sich einmal also ganz kurz vorstellen. Wie es sein könnte wenn es wäre wenn es Jemanden gäbe. Der alles weiß, der dich nicht verurteilt. Bei dem du du selbst sein kannst, der immer eine Schulter frei hat an die du dich lehnen kannst wenn du drohst abzustürzen, dem du einen Kuss an die kratzige, bärtige Wange geben kannst, um ein Schmunzeln zu ernten, und so verworren das Leben sein mag, mit diesem Stück Stabilität, könnte man es sich vorstellen auszuhalten. Bis zum Schluss.
Jetzt ist das vorbei, und ich bin noch da, und fühle mich wie früher. Vor München. Ich. Allein. Mit meinen Problemen, Gedanken, ein Alleingänger, Einsiedler... Höre wieder die selben Alben durch wie damals, lerne dabei, und es ist wieder ein bisschen so wie in Budapest. Ich wünschte so sehr ich könnte dahin zurück gehen. Meine Leute wieder treffen, die alten Strassen entlanglaufen, und mit dem Geschehenen abschliessen, so wie eine Schleife...

Budapest Kettenbrücke Okt 2015


Bloss ein paar Tage wieder Studiumsorientierter verbracht und schon fangen die alten Geschichten wieder an: Ritzerei, starke Stimmungsschwankungen, Verzweiflungsattacken, Hungerattacken...Gerade jetzt wo ich keine Möglichkeit sehe irgendwie vor einen Therapeuten zu treten. Aber nein, diese Chance lasse ich nicht mehr los. Bildung und Karriere sind das einzige an was ich mich immer klammern kann wenn alle sozialen Gerüste um mich herum einstürzen...das einzige auf das man sich noch verlassen kann ist man selbst. Alles andere ist Stoff aus dem Märchen gemacht sind...und die dir in die Weichteile schlagen wenn du schon am Boden liegst. So far so good.


Ich Okt 2016
Gewichtstechnisch bin ich ca bei 62...noch ein paar Tage mehr fasten und die 60 diesmal endgültig hinter sich lassen. Wieder auf die wichtigen Sachen fokussieren.

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