Samstag, 22. Juli 2017

It's over 8000

Keine Medikamente mehr. Und auch keine Drogen mehr, kein Gras, keine Euphorie. Und Alkohol erst recht nicht. Nicht weil ich es nicht wollte. Aber, ich habe das Gefühl nichts mehr zu vertragen.
Mir wird deutlich dass, wenn nicht gerade auf irgendwas, alles monoton zu sein scheint; ein nebensächlicher, matter Wirbel um mich herum. Selbst Freunde und Bekannte treffen, alles nur schwer 'nüchtern' zu ertragen. 
Das zehrt wiederum an meiner Stabilität, was in 2 urplötzlichen FAs von insgesamt 8000kcal in zwei aufeinanderfolgenden Tagen resultierte. Ja es stimmt, früher hat das mir eine Illusion von Abhilfe gegeben, um die innere Leere zu verdrängen. Aber so ist das nicht mehr, das sind jetzt nur noch Überbleibsel aus einer verworrenen Zeit. Plötzlich fällt es mir so leicht mich zu übergeben. Aber das ist nicht meins. Damit fühle ich mich kaum weniger armselig/schwach/abstossend. 

Es ist nur lächerlich zurückzublicken auf die ganzen Jahre, die ganze Zeit, ohne Sinn, ohne Verstand. 

Aber da ist ja noch Skyler. Bei ihm ist es irgendwie anders. Auf verblüffend positive Weise. 
Dennoch, diese immerwährende innerliche Distanz ist gut. Aber...hat man denn dazu noch eine Wahl wenn es wirklich richtig ist?


Dienstag, 11. Juli 2017

Bio...Wasser


Ich habe der Versuchung nachgegeben. Ein paar Augenblicke schlug mein Puls schneller, verursacht durch vermeintliches Wittern von Sensation in der Luft-; dieses lang vermisste Gefühl von Umbruch, Aufregung, Risiko, das ich dachte dadurch weiter aufrecht erhalten zu können. Nur ein bisschen länger. 

 "The past is a place of reference, not residence."

Nur 5 Minuten später fühle ich mich angewidert, minderwertig... schlecht. Ernüchtert stelle ich fest: letzten Endes habe ich doch lediglich wieder den Köder geschluckt.  

Geschluckt.

Du hast gewonnen. Du gewinnst immer, egal was ich tue. Aber darum geht es mir schließlich nicht. Oder?

Kühl.
Ruhig.
Bedachtsam.

Nein, nein, nein. Nein? Ich weiß nicht mehr was ich denken soll. Liege ich wirklich so falsch oder seid ihr die Verblendeten? 
Ist das noch meine Einsicht, mein eigenes Zugeständnis? Und wenn ja, wieso war ich dann eben noch vom Widerspruch überzeugt - ich will es nicht erzählen, würde es nicht zugeben wollen. Weil ich weiß dass du es als Schwäche auffassen würdest. Nicht nur du. Sie alle, wahrscheinlich. 
Bleibt nur noch die Frage, ob all das relevant ist hinsichtlich der Tatsache dass es doch genau genommen nur mich etwas angeht. Mich ganz allein. 

Dich allein? Dann hättest du dicht halten sollen. Von Anfang bis zum Schluss. 

Ich habe mich jemand anvertraut, hab sie alle eingeweiht. Mir einen Teil meiner Last von den Schultern geredet. Es ist nicht mehr mein allein. 

Knacks. 


Wieso meldest du dich jetzt wenn du nichts zu sagen hast? Nicht mehr wie damals. Nicht mehr.


"Wasser mit Kohlensäure ist aus, aber wir haben noch Stilles. Das ist sogar Bio-Wasser. Wollen Sie?"